
Die Vorbereitung zu Jasper´s JP/R |
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Schon früh und bei der gemeinsamen Arbeit im ersten Jahr mit unserer Züchterin haben wir gesehen, dass unser Jasper nicht nur Spaß an der Dummyarbeit hat, sondern auch Wild aufnimmt. Das und die insgesamt guten Anlagen, die er schon von seinen Eltern mitbekommen hat, sind gute Voraussetzungen für ein jagdliches Training. Aufnehmen und herumtragen, mit seinem ungestümen pubertären Eifer, reichen jedoch bekanntlich nicht aus um eine Anlageprüfung oder weitere jagdliche Prüfungen zu bestehen. Ruhe und sorgfältiges Arbeiten, sind bei einem guten Retriever gefragt. Für uns stand fest, dass wir mit Wild und ohne Unterstützung eines erfahrenen Trainer nicht alleine herumexperimentieren dürfen und auch nicht wollen.
Mit dem Focus auf die JP/R als Anlageprüfung und vor allen Dingen darauf, die jagdlichen Eigenschaften von Jasper vernünftig weiter zu fördern, suchten wir einen guten Trainer, der uns auf den richtigen Weg bringt.
Wir hatten das Glück, Norma Zvolsky zu treffen. An insgesamt 6 Tagen haben wir von August bis Oktober 2006 in der Nähe von Bad Kreuznach mit Norma Zvolsky, Thomas Anheuser und fünf weiteren Retrievern im Jagdrevier von Thomas intensiv trainiert.
Mitten in den Weinbergen haben wir dort eine sehr abwechslungsreiche, schöne und für die Zweibeiner oft sehr anstrengende Landschaft - auch mit der Möglichkeit zur Wasserarbeit - vorgefunden.
Norma und vor allem Thomas Anheuser haben unserem Jasper, der zwar gute Voraussetzungen mitbrachte, aber wie so oft sehr übermütig ans Werk ging, beim ersten Treffen den "Ernst der Lage" erklärt. Jasper lernte in Kürze was “retrieve“ auch aus dem Schilf bedeutet, wie man Wild behutsam und richtig trägt und vieles mehr. - Er lernte schnell. Am zweiten Wochenende haben wir dann dann mit dem eigentlichen Training für die Prüfungsfächer zur JP/R begonnen.
Das Training mit sechs Hunden und zwei Trainern war optimal und ging fast immer weit über das Ziel die JP/R zu bestehen hinaus.
Eine Schleppe von 200 oder 300m war Norma nie genug. Bis zu 600m mit mehreren Geländeübergängen und Gräben mußten es sein. Sie hat gesagt, wenn die Hunde 600m schaffen, sollte es auf jeden Fall bei ca. 300m in der Prüfung gelingen. Verlorensuche im steilen Hängen, in denen sich die Hundeführer (inen) teilweise blutige Unterschenkel oder aufgerissenen Hosen holten, waren nach Meinung der Trainer für unsere Golden gerade richtig. Wasserarbeit aus dem dichten Schilf auf der anderen Uferseite des Gewässers musste es sein. Walkups über Sonnenblumenstoppelfelder oder durch hohe Anpflanzungen und hierbei Enten mit dem Schuss flach in 40cm hohen Bewuchs geworfen waren auch eine Herausforderung.
Warum das alles ? - Norma und Thomas sind sind nun mal Jäger und wollten die Hunde sicher zum Erfolg führen.
Den Teilnehmer hat es trotz der Strapazen sehr viel Spaß gemacht. Alle haben für die Gruppe gearbeitet - Die Schleppen über Wiesen, Acker und Gräben mussten nun mal gezogen werden. Wir haben uns im Laufe der Trainingstage kennen gelernt und an einem Strick gezogen. Höhen und Tiefen gemeinsam gemeistert und uns wirklich gut verstanden. Oder? Nele, Jan, Natascha, Katja, Tina, Jutta und auch die Begleiter im "Hintergrund", die fleißig mitgemacht und Wild geschleppt haben - Anne, Peter und Jonas. Sagt nicht falsches - wir sind im Internet !!!!
Und nun das Angenehme für die Zweibeiner: Unvergessen für uns bleiben auch die Mittagspausen. Hierzu haben alle, natürlich nicht abgesprochen, aber wie selbstverständlich, etwas leckeres mitgebracht. Am zweiten Wochenende gab es sonntags sogar Pizza in den Weinbergen. Selbst dort kennen sich die italienischen Pizzataxifahrer an der Nahe aus. Thomas der nicht nur Jagdpächter und Hundetrainer, sondern auch Winzer ist, hat mit seinem eigenen Sekt, Federweisser, Weißwein und Brezel stets für den “Nachtisch“ gesorgt.
Noch einmal vielen Dank an Norma und Thomas - für die schönen Tage und dafür, dass Ihr Jasper so weit gebracht habt. Als Einzeltrainer, aber vor allem als Team seid Ihr beide super. Ohne Euch hätten Jasper und ich, und sicherlich auch einige der anderen Trainingsteilnehmer bei der Prüfung zur JP/R nicht so erfolgreich abgeschlossen.
Prüfungsfächer die bei der JP/R bewertet werden.
- Freie Verlorensuche (Suche von 4 Stück Wild auf einer Fläche von ca. 50x50m) - Wasserfreudigkeit und Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer (z.B. Bringen einer Ente aus dem Schilfgürtel auf der gegenüber liegenden Gewässerseite) - Spurwille und Sicherheit auf der Schleppspur (Schleppe ca. 300m mit 3 nahezu rechten Winkeln) - Standruhe (z.B. beim Walkup, 6 Hunde in einer Line und in anderen Prüfungsfächern) - Merken (z.B. beim Walkup, 6 Hunde in einer Line und in anderen Prüfungsfächern) - Feststellung der Schussfestigkeit - Nasengebrauch - Bringen von Nutzwild (in allen Prüfungsfächern natürlich außer bei “Feststellung der Schussfestigkeit“)
- Führigkeit (in allen Prüfungsfächern) - Arbeitsfreude (in allen Prüfungsfächern) |
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